Darjeeling, the Queen of Hills und noch weiter

Über den Dächern Darjeelings, Ausblick vom Wohnzimmer der Jesuitenresidenz aus.

Ein kurzer Überblick über meinen ersten Urlaub hier in Indien.

Der 05. Oktober war der Tag, auf den Florian und ich schon Wochen hin fieberten. An diesem Tag begann dieses Jahr nämlich die Puja Holiday, was eine Woche Ferien für die Kinder und Urlaub für uns Lehrer bedeutete.

Die drei Wochen davor waren sowohl für die Kinder als auch für uns sehr Zeit intensiv. Es standen Semesterexamen an. In Indien werden nicht wie bei uns in Deutschland Klassenarbeiten geschrieben, welche die Noten für die Schüler bilden sondern Klausuren am Ende des Halbjahres.

In diesen drei Wochen schrieben die Kinder im Regelfall täglich eine Prüfung, in allen Fächern. Das ist für die Kinder ein großer Lernaufwand, da hierbei das gesamte vermittelte Wissen eines halben Jahres abgefragt wurde.

Auch für mich war es eine anstrengende Zeit. Ich unterrichte die dritte Klasse sowohl in Englisch Literature, als auch in Englisch Grammatik. Deshalb musste ich sie in diesen zwei Fächern ausreichend vorbereiten.

Ich investierte viel Arbeit in die Unterrichtsvorbereitung um die vielen Lücken die bei meinen Schülern noch vorhanden waren zu füllen.Manchmal trieben mich auch die Wiederholungsstunden zur Weißglut, beispielsweise wenn man zum hundertsten Mal den Satzbau erklärt hatte, mancher Schüler jedoch immer noch nicht in der Lage war einige Wörter in die richtige Reihenfolge zu bringen.

Jedoch hatte ich am Ende ein gutes Gefühl für meine Klasse. Auch musste ich die Prüfung für meine Klasse vorbereiten. Eine große Verantwortung für einen 19 Jährigen Abiturienten. Da ich jedoch mit dem Lehrplan sowie dem Buch schon gut vertraut war, stellte es für mich kein großes Problem dar. Nur einige Formfehler waren mir passiert, die jedoch nach kurzer Besprechung mit Father Jacob schnell gelöst werden konnten, bevor die Prüfungen gedruckt wurden.

In der Konsequenz musste ich auch die Prüfungen korrigieren. Zu den zwei von mir erarbeiteten Examen kam noch das Englisch Diktat dazu. Insgesamt 195 Prüfungen. Ich muss ehrlich zugeben, als Schüler habe ich die Korrekturarbeit von Lehrern nie wertgeschätzt. Im Gegenteil ich gehörte immer zu der Fraktion Schüler die genervt waren, wenn Klausuren nicht eine Woche später korrigiert auf meinem Tisch lagen.

Selbst die Korrektur dieser Grundschulprüfungen war extrem Zeitintensiv. In Summe etwa 5 Tage an denen ich in fast jeder freien Minute gearbeitet habe.

Der dicke Stoß von Examen begleitete mich auf Schritt und Tritt, bis ich ihn kurz vor Ferienbeginn korrigiert meiner Schulleiterin abgeben konnte.

Auch die Morgen waren straff getaktet. Ich hatte bis auf zwei Tagen Aufsicht. Um alles kurz zusammen zufassen, unser Urlaub war verdient.

Bereits im September hatten wir mit unserer Mitfreiwilligen Lara, die in Darjeeling in einem Kindergarten arbeitet, besprochen Sie in der Puja Woche zu besuchen und mit ihr zusammen Urlaub zu machen.

Darjeeling befindet sich im Norden des Bundestaates Westbengalen. Einst Kurort der britischen Kolonialherren ist die auf 2000 Meter gelegene Stadt im vorderen Himalaya weltweit für ihren Tee bekannt. Der Herkunftsort des „Champagners unter den Teesorten“ ist auch schon seit je her Touristenhochburg für Inder wie auch Ausländer.

Im Gebiet um Darjeeling haben wir einige Mitfreiwillige, die sich natürlich unserem Besuch und Urlaub anschlossen.

So kam noch Luis dazu, welcher ebenfalls als Grundschullehrer in einem kleinen Dorf 2 Stunden von Darjeeling tätig ist, sowie Theresa die in Kalimpong an einer Schule mit Schwerpunkt Musik arbeitet.

Letzterer schloss sich noch ihre Mitfreiwillige Helene an, die mit ihr zusammen an der Gandhi Ashram School ist und vom Bistum Osnabrück entsandt wurde. Wiederum kamen von ihr die Freiwilligen Hannes und Leon aus der Nähe von Kalkutta hinzu. Diese zwei hatten Florian und ich schon in den ersten Tagen in Indien kennengelernt.

Unsere kleine Reisegruppe ist relativ groß geworden. Wer mitgezählt hat kommt auf acht. Wir freuten uns schon sehr die altbekannten Gesichter wiederzusehen und gemeinsam Zeit zu verbringen.

Da bis auf Hannes, Leon, Florian und mich alle bereits mit der Region in Darjeeling bekannt waren entschlossen wir uns nach einigen Tagen weiter nach Sikkim zu reisen. Sikkim grenzt an China, Butan sowie Nepal und ist aufgrund seiner Natur wunderschön. Auch ist die Hauptstadt Gangtok ist kleiner und ruhiger als Darjeeling.

Für Father Jacob war der Urlaub kein Problem, da er in der Puja Woche selbst außer Haus auf Exerzitien war und wir so praktisch alleine in Baghmara gewesen wären.

Nun war endlich der 05.10. gekommen auf den wir so sehnsüchtig gewartet hatten. Um halb 5 morgens brachte uns unser Fahrer Pradeep nach Purnea, um dort den Bus nach Shiliguri zu nehmen. Letzteres ist Dreh- und Angelpunkt in West Bengalen.

Bereits auf dem Weg dorthin hatten wir uns hier mit Hannes und Leon verabredet, um mit ihnen zusammen per Taxi den zweiten Abschnitt unserer Reise zu begehen.

Aufgrund eines massiven Staus in dem die zwei Osnabrücker Freiwillige steckten, verzögerte sich unsere Abfahrt in Shiliguri um weitere zwei Stunden. Florian und ich warteten am Bahnhof.

Der Toy Train in Shiliguri. Dieser Schmalspurzug verbindet seit über 120 Jahren die Stadt mit Darjeeling. Jedoch wird er heute meistens mit Diesel betrieben.

Als wir dann endlich zusammen waren begann der Aufstieg nach Darjeeling. Unterwegs legten wir circa 1900 Höhenmeter, bei atemberaubender Aussicht zurück. Während der Großteil der Fahrt problemlos verlief, kamen wir auf den letzten 10km in einen massiven Stau und brauchten für diesen wirklich allerletzten Teil der Strecke mehr als 2 Stunden. Es ist schon wahr, in Indien lernt man Geduld und Gelassenheit. Jedoch kann ich nur auf die herrliche Landschaft hinweisen. Man legt die Strecke in Serpentinen zurück, durch kleine Dörfer und vorbei an Wasserfällen, Steilhängen und Teefeldern. Absolut einmalig.

Blick auf die Straße. Zwischen den Serpentinen, an den Steilhängen befinden sich die Teegärten.

In Darjeeling angekommen begrüßte uns Lara am Taxistand und führte uns in das praktisch daneben gelegene Hayden Hall, in der wir die nächsten Nächte übernachteten.

Hayden Hall ist ein großes Projekt der Jesuitenprovinz Darjeeling. Es beinhaltet neben dem Kindergarten auch eine Abendschule, eine Näherei für Frauen sowie einen Laden in dem die Produkte der Näherei verkauft werden. Außerdem unterstützt es auch viele Projekte in den Dörfern um Darjeeling, wie beispielsweise die Infant Jesus School an der Luis arbeitet.

Als wir dann nach der langen Reise endlich alle zusammen gekommen waren feierten wir das mit einem Bier. Da in unserem Bundestatt Bihar ein striktes Alkoholverbot herrscht, war es für Florian und mich purer Genuss.

Die Tage in Darjeeling kann man als ruhig beschreiben. Wir machten keine großen Touren sondern schauten uns entspannt einige der schönen Plätze der Stadt an.

Die Hayden Hall, in der wir unsere Nächte in Darjeeling verbrachten. Die Vielfalt dieses Projekts der Jesuiten ist sehr beeindruckend.

Darjeeling, welches bedingt durch die Feiertage sehr überfüllt war gefiel mir auf Anhieb. Das ständige auf und ab in der hügeligen Stadt erinnerte mich sehr an zu Hause. Die Stadt weist von ihrer Architektur noch sehr stark auf ihre koloniale Geschichte hin und hat somit einen recht westlichen Flair. Natürlich besitzt sie aber auch typisch indische Plätze.

An einem der ersten Tage besuchten wir den Local Market, der eben so ein typisch indischer Spot ist. Der Local Market ist ein teilweise überdachter Marktplatz durch den schmale Gassen vorbei an kleinen Geschäften führen. Dieser Markt auf dem man von Kleidung bis hin zu Gemüse alles bekommen kann hat einen ganz besonderen Charme. Die winzigen Geschäfte in denen die Händler im Regelfall sitzen sowie die schmalen Gässchen haben mir sehr gefallen.

Als starker Kontrast dazu waren wir auch in der Shopping Mall der Stadt um einige Besorgungen zu erledigen.

Unterwegs auf dem Local Market, von Klamotten bis Gemüse alles erhältlich

An einem weiteren Tag gingen wir zu den Botanical Gardens. Hier konnte man etwas Ruhe finden und aus der menschenüberfüllten Stadt ausbrechen. Im Anschluss gingen wir weiter zur Immaculate Conception Cathedral, die Kathedralkirche der Diözese. Auf dem gleichen Gelände befindet sich auch die Loreto School. 1846 gegründet, ist sie eine der ältesten Schulen Darjeelings.

Leider war die Kathedrale geschlossen und wir konnten sie nur von außen betrachten. Trotzdem war es für mich interessant ein Kirchengebäude zu sehen, was wirklich danach aussieht. Neben der Kathedrale in Purnea, befinden sich bei uns alle Kirchen in Konventen oder Häusern. Also augenscheinlich nicht als Kirche zu erkennen.

Als kurzes Fazit kann ich sagen, dass mir die Stadt sehr gefallen hat. Die gute Luft, die schöne Architektur zeichnen die Stadt aus und die Blicke ins Tal (die wir leider nicht in vollem Maß erleben konnten, da es immer bewölkt war) sind einfach nur unbeschreiblich.

Am 08. fuhren wir dann wieder per Taxi weiter nach Gangtok, in die Hauptstadt Sikkims. Da wir bereits um halb 7 versuchten zu fahren musste am Abend davor noch gepackt und Vesper für die Fahrt gerichtet werden.

Als wir um halb 8 dann ein Taxi bekommen hatten ging die Fahrt los hinab von 2000 Meter auf 1600 und vorbei an Wäldern und einem malerischen Fluss. Vor der Einreise in den Bundestaat mussten wir noch kurz an der Grenze halt machen um eine Genehmigung einzuholen. Dies ist für Touristen jedoch kein Problem und nach halbstündiger Pause konnten wir weiterreisen.

Die Grenznähe ist in Sikkim aber auch rund um Darjeeling sehr stark spürbar. Alle paar Minuten sieht man Militärlastwägen auf den Straßen und auch schon auf dem Weg von Shiliguri nach Darjeeling passiert man viele Kasernen, Militärflugplätze und Offiziersschulen.

In Gangtok angekommen konnten wir erstmal feststellen, dass es aufgrund des Höhenunterschieds deutlich wärmer ist. Vom Taxistand war es noch ein Weg von 1,5km bis zum Hotel. Wir entschlossen uns trotz Höhenanstiegs von 200m zu laufen. Luis und ich zogen es vor der Route zu folgen die Maps uns anzeigte, während unsere Mitfreiwilligen einen anderen Weg wählten.

So kraxelten wir einen schmalen Grat hinauf, vorbei an Häusern im Rohbau und dichtem Bambus. Kurz vor Ende balancierten wir einen dünnen Bambussteg entlang bevor wir im Hinterhof eines Hauses wieder aus dem „Dschungel“ herauskamen.

Unterwegs in herrlicher Naturkulisse. Der Weg durch diesen „Dschungel“ führte uns im Endeffekt zum Hotel.

Im Hotel angekommen stellten wir fest, dass wir den besten Weg genommen hatten, wir waren nämlich die ersten.

Im Hotel gab es einige Probleme. So gab es eine Verwechslung und statt einem Vier- und einem Dreibettzimmer bekamen wir nur drei Doppelzimmer. Nach einigen Diskussionen räumten die Mitarbeiter jedoch den Fehler ein versprachen uns dafür keine Kosten für das Frühstück zu erheben und uns am nächsten Tag die passende Zimmeranzahl zu geben.

Ansonsten waren wir mit dem Hotel relativ zu Frieden. Die Zimmer waren dem Preis entsprechend und beim Frühstück scheuten die Mitarbeiter keine Mühen es uns recht zu machen.

Nach kurzer Pause schauten wir uns den MG Market an. Diese Fußgängerzone bildet den Mittelpunkt der Stadt Gangtok. Rechts und links der Straße finden sich allerlei Geschäfte, Restaurants, Bars. Letzteres noch häufiger als in Darjeeling, da es in Sikkim keine Alkoholsteuer gibt, weshalb selbst importierte Spirituosen kostengünstig erhältlich sind.

Der MG Market ist die Haupteinkaufsstraße in Gangtok. Beim Durchlaufen kann man fast meinen, man befinde sich in Europa.

Am nachfolgenden Tag besuchten wir morgens den bekannten Wasserfallpark der Stadt. Hier konnten man den beeindruckenden Wasserfall bestaunen, in dessen Auslauf man auch stehen konnte. Im Gegensatz zur Google Bewertung war es auch hier verhältnismäßig ruhig und vor allem eins: sauber. Das Indien ein gigantisches Müllproblem hat sollte hinlänglich bekannt sein. Deshalb empfand ich es wirklich als toll, mal wieder ein fließendes Gewässer zu sehen, was kein reines Müllrinnsal ist.

Der Weg zurück war etwas abenteuerlich. Da der Park mehr als 5km entfernt war fuhren wir mit dem Taxi dorthin. Etwas verwirrt baten wir den Fahrer für eine „oneway“ Fahrt, nachdem der uns gefragt hatte, ob er uns hin und zurück bringen soll. Es stellte sich heraus, dass vom Waterfallpark keine Taxis zurückfuhren, zumindest keine regulären. So liefen wir ein Teil der Strecke, trampten und fanden nach einigen Kilometern auch ein Taxi, dass uns zurück nach Gangtok MG Market brachte.

Am Nachmittag besuchten wir das Chorten Monastery. Dieses buddhistische Kloster teilt sich den Ort mit dem Institut für Tibetologie. Beim Kloster angekommen kam uns schon eine große Anzahl von Mönchen entgegen. Kennzeichnend für die Klöster sind die aufgehängten Gebetsmühlen. Diese werden von den Gläubigen andächtig gedreht. Die darauf geschriebenen Mantras sollen dem Drehenden Ruhe und Gelassenheit verschaffen.

Gebetsmühlen im Chorten Monastery. Unauffällig konnte ich einen Gläubigen beobachten, wie er andächtig die Rollen nacheinander drehte, während er ein Mantra wiederholte.

Auch am nächsten Tag zog es uns wieder in ein Kloster. Diesmal wanderten wir zum Enchey Monastery, welches Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Hier konnten wir einem buddhistischen „Gottesdienst“ beiwohnen. Trotz meines grundlegenden Verständnisses des Buddhismus, konnte ich den Riten der Mönche natürlich nicht folgen und beobachtete das Spiel aus Mantras, Musik und Speiseopfern andächtig.

Das Enchey Monastery wurde über die Jahre schon oft Opfer von Erdbeben, weshalb wir auch sehen konnten, dass einige Gebäude in Renovation oder Wiederaufbau waren.

Auf dem Rückweg schlugen wir eine andere Route ein. So wanderten wir durch Bergdörfer zurück nach Gangtok. Sehr eindrücklich waren die vielerorts aufgehängten Gebetstücher. Auf diesen bunten Stofftüchern schreiben buddhistische Gläubige ihre Bitten nieder. Durch das Aufhängen, wird sich erhofft, dass die Gebete so im Wind verwehen.

Aufgehängte Gebetstücher in einem kleinen sikkimesischen Bergdorf.

Und schon war unser letzter Abend in Gangtok gekommen. Nach einem guten Abendessen verbrachten wir noch einige gemütliche Stunden zusammen im Hotel

Am Nächsten Morgen trennten sich dann unsere Wege. Lara und Luis brachen auf zurück nach Darjeeling. Helene wieder nach Kalimpong. Hannes, Leon, Florian und ich machten uns auf den Weg nach Shiliguri. Von hier aus würden die ersten beiden zurück nach Kalkutta fahren, während wir mit dem Bus am nächsten Tag wieder zurück nach Purnea gehen würden.

Die vor uns liegende Nacht von Freitag auf Samstag verbrachten wir in einem Hotel. Eine unserer Lehrerinnen aus Baghmara, die die Ferien bei ihrer Familie in Shiliguri verbracht hatte organisierte uns ein Zimmer, holte uns am Taxistand ab und brachte uns dorthin.

Am Abend lud sie uns zu sich nach Hause ein und wir wurden erneut Zeuge indischer Gastfreundschaft. Unsere Lehrerin kam wieder zu unserem Hotel um uns abzuholen und uns zu ihrem Haus zu führen. Dort angekommen erhielten wir die Aufforderung, die uns fast täglich begleitet: „Please sit.“

Während wir bequem im Wohnzimmer der Familie saßen, bereitete Sie alles für uns vor und kredenzte uns sogar ein Bier, was Sie extra für uns gekauft hatte. Währenddessen setzte sich Ihr Vater zu uns, mit dem wir uns trotz seines gebrochenen Englisch nett unterhielten.

Erster Gang waren Momos. Diese mit Geflügel und Gemüse gefüllten Teigtaschen sind vergleichbar zu unseren Maultaschen. Den Hauptgang bildete fritiertes Hühnchen an Erdnusssoße. Es war das beste Fleisch, dass ich bisher in Indien gegessen hatte. Danach ließen Florian und ich unseren letzten Urlaubstag mit Ihr bei netten Gesprächen ausklingen.

Momos, hier nicht bei unserer Lehrerin sondern noch in Darjeeling sind Teigtaschen, die geschmacklich unseren Maultaschen sehr ähnlich sind.

Am nächsten Tag machte sich die gute Frau abermals die Mühe uns abzuholen, zum Busbahnhof zu bringen und uns den Fahrschein zu kaufen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich immer noch überwältigt davon bin, wie liebevoll Sie sich um uns gekümmert hatte, ohne irgendwelche Mühen zu scheuen.

Um 12.00 Uhr saßen wir dann im Bus nach Purnea, welches wir um 17.00 Uhr erreichten. Zurück in Baghmara begrüßten uns Father Damian und Father Robinson herzlich. Father Jacob und Father Lazar erreichten Baghmara erst am nächsten Tag.

Am Abend feierten Father Robin, Florian und ich gemeinsam die heilige Messe, voller Dankbarkeit für das Erlebte. Im Anschluss saßen wir noch lang mit den Fathers zusammen am Esstisch und erzählten von unseren Erlebnissen.

Auch jetzt bin ich noch extrem dankbar, die Chance gehabt zuhaben, die Woche Urlaub in Darjeeling und Gangtok zu verbringen. Zum Einen, weil es trotz viel Programm entspannend war und man wieder Kraft tanken konnte für das Kommende. Auch die Ausgelassenheit die unter uns Freiwilligen herrschte und der Austausch, über Einsatzstelle, Lebensstandard und weiteres.

Zum anderen bin ich auch dankbar, weil mir der Urlaub die Augen geöffnet hat. Bihar ist der ärmste Bundesstaat Indiens. Dies fällt in Purnea und Umgebung jedoch nur geringfügig ins Auge, da kaum Arbeitslosigkeit herrscht. Die Menschen verdienen sich im Primärsektor mit ihrer Landwirtschaft und im Tertiärsektor vornehmlich das nötigste zum Leben. Sie stillen ihre Grundbedürfnisse.

Im Vergleich zu Westbengalen oder Sikkim ist der Unterschied jedoch immens. Es fängt damit an, dass man sich dort problemlos auf der Straße auf Englisch verständigen kann. Dies ist zumindest in Purnea aufgrund fehlender Bildung im Großteil der Bevölkerung schlichtweg nicht möglich.

Man sieht es an den Behausungen. Diese sind wesentlich stattlicher und nicht so desolat wie bei uns. Auch der Müll scheint besser entsorgt zu werden, wobei dies natürlich auch dem Tourismus geschuldet ist.

Alles in Allem bin ich sehr dankbar für diesen Urlaub, vor allem für die Erfahrungen und Begegnungen, die ich machen durfte.

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Unsere Reisegruppe auf dem Weg zum Enchey Kloster.

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